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Netbook-Geschichte

Die folgenden Ausführungen wurden dem Wikipediaartikel zum Thema "Netbook" entnommen:

Schon in der Mitte der 1990er Jahre war der Begriff Mininotebook ein etablierter Begriff - der erste in Deutschland bekanntere Typ war das Libretto von Toshiba, das bei Veröffentlichung über 5000 DM kostete. Als sich 98/99 der Trend aus Ostasien zu Mini-Laptops in Europa nicht durchsetzen konnte, verschwanden diese – mit Ausnahme einiger Acer-, Toshiba- und Sony-Modelle – für einige Jahre in der Versenkung. Heute wird diese Gerätekategorie, nach der Preis- und Leistungsdefinition nach wie vor teuer und leistungsfähig, als Subnotebook vermarktet.

Die grundlegende Idee, ein sehr kleines und mit nur begrenzter Leistung ausgestattetes Notebook anzubieten, gab es bereits lange vor den heutigen Netbooks, derartige Geräte spielten aber am Markt nur eine untergeordnete Rolle. Ein Beispiel hierfür ist ein damals ebenfalls als "Netbook" bezeichnetes Gerät des Herstellers Psion aus dem Jahr 2000. In den letzten Jahren entstanden dann in verschiedenen Projekten Intels Classmate PC und der OLPC XO-1. Beide Geräte sind zunächst als günstige und robuste Notebooks für den Einsatz durch Schüler in Schwellenländern gedacht; ein Verkauf an private Kunden war hierbei zunächst nicht vorgesehen. Die Geräte sind inzwischen jedoch auch in Europa und den USA erhältlich; zum Teil jedoch nur unter der Bedingung, ein weiteres zu spenden.

Auf einer sehr ähnlichen Basis, jedoch für Privatkunden gedacht, entstanden Netbooks. Das erste Netbook dieser Art war der Asus Eee PC 700, der im Oktober 2007 in Taiwan eingeführt wurde und seit Januar 2008 in Deutschland erhältlich ist. Der Hersteller hatte anfangs aufgrund hoher Nachfrage mit Verfügbarkeitsproblemen zu kämpfen. Inzwischen sind von diversen Anbietern ähnliche Geräte vorgestellt worden. Bis 2011 wird für diese schnell wachsende Geräteklasse ein Markt von etwa 50 Mio. Geräten erwartet.

Die Bezeichnung Netbook wurde von PC-Hersteller Intel im Februar 2008 benutzt, obwohl Psion sein "Psion netBook" bereits seit dem Jahr 2000 vermarktete. Außerdem liegt eine deutsche Wortmarkeneintragung vom 2. Oktober 2008 vor. Psion Teklogix beansprucht die Bezeichnung "Netbook" für sich. In einem Brief an Webseiten und Portale, die den Begriff in ihrer Berichterstattung verwenden, wies das Unternehmen an dies künftig zu unterlassen – das Recht an der Marke läge bei ihnen. Anfang Februar 2009 erwirkte Psion die Sperrung des Begriffes bei Google AdWords. Dell und Intel hatten eine Klage zur Löschung des Begriffs Netbook als Marke erhoben, da es sich ihrer Meinung nach um einen Gattungsbegriff handelt. Am 1. Juni 2009 gab Psion auf seiner Website bekannt, dass es jedem Unternehmen erlaubt sei, den Begriff Netbook zu verwenden. Das Unternehmen habe sich im Rechtsstreit mit Intel "friedlich geeinigt", heißt es in der Erklärung.

Einen wesentlichen Entwicklungsschub erleben moderne Netbooks mit Netzzugang dadurch, dass immer mehr Mobilfunkanbieter das bisher erfolgreiche Modell von subventionierten Handys mit Vertragsbindung auch auf subventionierte Netbooks ausweiten. Bei Abschluss eines solchen Vertrages erhält der Kunde ein Netbook mit integriertem Breitbandmodem und SIM-Karte des Mobilfunkanbieters zum symbolischen Betrag von einem Euro. Die Finanzierung erfolgt wie bei "Gratishandys" üblich durch eine monatliche Gebührenpauschale, diese beinhaltet ein vertraglich festgelegtes freies Downloadvolumen. Mobilfunkanbieter bewerben dabei zusätzliche kostenpflichtige Optionen wie einen vergünstigten Datenroamingtarif und Abodienste.