Netbook-Akkus
In Netbooks werden vorwiegend Lithium-Ionen-Akkus (auch Li-Ion) verbaut.
Vorteile des Lithium-Ionen-Akkus:
- sehr hohe Ladekapazität
- lange Lebensdauer
- kein Memory-Effekt
- umweltfreundlich
Eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus ist der Lithium-Polymer-Akku (auch LiPoly oder LiPo). Er enthält keine flüssigen Chemikalien, sondern nur gelartige oder feste Bestandteile und ist daher auslaufsicher und benötigt kein Metallgehäuse. Mit seiner höheren Energiedichte, dem geringeren Gewicht und der sehr flexiblen Bauform ist der Lithium-Polymer-Akku für besonders dünne und leichte Netbooks prädestiniert.
Die Ladungsmenge, die ein Akku speichern kann, wird in der Einheit Milliamperestunde (mAh) angegeben und als "Kapazität" (Nennkapazität) bezeichnet. Leider geben Hersteller und Händler beim Akku oft nur die Zahl der Zellen an. Es gilt zwar: Je höher die Zahl der Zellen, umso größer prinzipiell die Kapazität. Aber: Äußerlich baugleiche Akkus mit einer identischen Anzahl von Zellen können eine völlig unterschiedliche Kapazität haben. So gibt es 6-Zellen-Akkus mit 4.400 mAh, 5.800 mAh, 6.600 mAH oder sogar 8.700 mAH.
Eine abschließende Aussage zur Kapazität ausschließlich anhand der Zellen ist also nicht möglich.
Die Akkulaufzeit gibt an, wie lange das Netbook bei durchschnittlicher Beanspruchung ohne Anschluss an die Steckdose genutzt werden kann. Dieser Zeitraum hängt im Wesentlichen von 2 Faktoren ab: von den im Netbook verbauten Teilen und vom Verhalten des Anwenders.
Dazu einige Beispiele:
- größere Displays verbrauchen mehr Strom als kleinere, Festplatten mehr als Flashspeicher
- eine größere Anzeigehelligkeit des Displays verbraucht mehr Strom als eine geringere Anzeigehelligkeit
- Spielen verbraucht mehr Strom als die Arbeit mit Office, eine fragmentierte Festplatte mehr als eine "aufgeräumte"
- zusätzliche Geräte am USB-Anschluss verbrauchen zusätzlichen Strom, auf Netbooks optimierte Chipsätze helfen dagegen Strom zu sparen
Die angegebene Akkulaufzeit kann also immer nur ein Richtwert sein.
Vergleichbar zum Benzinverbrauch von Autos sind die Herstellerangaben zu den Akkulaufzeiten oftmals eher optimistisch angesetzt und nur unter optimalen Rahmenbedingungen erreichbar. Die in der Realität von verschiedenen Fachzeitschriften gemessenen Laufzeiten sind meist deutlich kürzer.
